Landmine.de

Explosives Erbe des Krieges

Erfolge und Herausforderungen: Bilanz der Kampagne gegen Landminen und Streumunition

Landminen und Streumunition töten wahllos und forderten in den zurückliegenden Jahrzehnten Hunderttausende Opfer, vor allem in den Entwicklungsländern des Südens. Die Produzenten und Exporteure dieser Waffen kommen dagegen hauptsächlich aus den industrialisierten Ländern des Nordens.

Die Ausstellung dokumentiert die Arbeit von Aktionsbündnis Landmine.de bis 2010 und zeigt dessen Erfolge auf, verweist aber auch auf verbleibende Herausforderungen, denn trotz der beiden Verbotsverträge zu Antipersonenminen (1997) und Streumunition (2010) fallen immer noch tausende Menschen Landminen und Blindgängern von Streumunition zum Opfer. Über 200.000 Quadratkilometer mit Minen und Blindgängern kontaminiertes Gebiet muss weltweit noch geräumt werden. Hierfür und auch für die Opferfürsorge sind noch eine weitere Anstrengungen der internationalen Staatengemeinschaft notwendig.

Das Aktionsbündnis Landmine.de war bis 2010 als Mitglied der internationalen Kampagne zum Verbot von Streumunition (CMC) und der internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen (ICBL) erfolgreich daran beteiligt, die beiden Verbotsverträge durchzusetzen. 2010 wurde das Bündnis aufgelöst, doch werden sich einzelne Organisationen weiterhin für die Minenräumung und die Opferrehabilitation einsetzen und ihre politische Arbeit fortsetzen.

Inhalt:

Die Ausstellung besteht aus 13 Informations- und 14 Fototafeln, die 1,20 x 1,70 m groß und auf Keilrahmen gespannt sind. Die Tafeln zeigen die Chronologie der Kampagne, Einsatz-, Lager- und Herstellerländer, Einzelschicksale, Verflechtungen der Industrie und prominenten und Schülerprotest. 14 Fotos versuchen die Dimensionen des Alltags der Menschen in den betroffenen Ländern darzustellen.

Ausleihe:

Die Tafeln waren bisher im Deutschen Bundestag, im Europäischen Parlament, in verschiedenen Landtagen, Kirchen und Museen zu sehen, und können nach Vereinbarung ausgeliehen werden.

Abholung und Transport müssen selbst organisiert werden, eine Versicherung und Kaution sind Verhandlungsbasis.

Hier finden Sie die Ausstellung als pdf Datei.

 

© Tom Schulze

Kontakt

Julia Dubslaff

Schönhauser Allee 141

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