Curriculare Vorgaben für den Lernbereich Lernen in globalen Zusammenhängen

Curriculare Vorgaben für die Jahrgangsstufen 5-10/Grundschule/Integrierte Sekundarschule/Gymnasium

 

undefinedHier können Sie die Curricularen Vorgaben downloaden.

 

Ziele und Aufgaben des Lernbereichs "Lernen in globalen Zusammenhängen"

 

Auf der Plenarsitzung der Kultusministerkonferenz (KMK) am 04.03.2004 in Berlin wurde von den Kultusministern zusammen mit der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beschlossen, den Beschluss der KMK zu „’Eine Welt/Dritte Welt’ in Schule und Unterricht“ vom 28. Februar 1997 zu aktualisieren. Im Rahmen des Projekts kooperierte der Schulbereich mit den staatlichen Fachpartnern des Entwicklungsbereichs sowie mit Fachleuten aus Erziehungswissenschaft, Fachdidaktik, Fachwissenschaften und Nichtregierungsorganisationen. Der „Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als Ergebnis des Projekts wurde in der Plenarsitzung der KMK am 14.6.2007 beschlossen und vom Präsidenten der KMK und der Bundesministerin gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert. Dieser Orientierungsrahmen dient dem Ziel, den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung im Unterricht der allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen fächerübergreifend zu verankern. Dabei gilt es, diesen Lernbereich mit der schulischen Qualitätsentwicklung im Rahmen einer zunehmend selbstverantwortlichen Schule zu verknüpfen. Zur weiteren Stärkung des Lernbereiches hat die Amtschefkonferenz der Kultusministerkonferenz am 12. Mai 2011 den Beschluss gefasst, den Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung zu aktualisieren und zu erweitern. Dieses Vorhaben wird von der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung mit diesen Curricularen Vorgaben „Lernen in globalen Zusammenhängen im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aufgegriffen. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist ein von den Vereinten Nationen (UN) für die Jahre 2005 bis 2014 als Weltdekade ausgerufenes Konzept, Bildung als Aufgabe zu verstehen, die Menschen in die Lage versetzt, ihre persönliche, die gesellschaftliche und globale Entwicklung zukunftsfähig zu gestalten. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) will allen Menschen ermöglichen, die Werte, Kenntnisse und Fertigkeiten zu erwerben, die für eine zukunftsfähige Gestaltung des eigenen Lebens und der Gesellschaft notwendig sind. Dem entsprechen die Curricularen Vorgaben für den Lernbereich. Dieser entsteht auf Grund eines eigenen Gegenstandsbereiches und eines spezifischen Weltzugangs und ermöglicht den Zusammenschluss verschiedener Fächer mit den jeweiligen Rahmenlehrplanvorgaben. Die zu erwerbenden Kompetenzen werden als übergreifende Kompetenzen definiert, die jeweils fachbezogene Kompetenzen berücksichtigen, die die Schülerinnen und Schüler unter dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung erwerben. Mit der Entwicklung der allgemeinen Kompetenzerwartungen des Lernbereichs wird folgendes Bildungsziel verfolgt: Bildung im Lernbereich soll Schülerinnen und Schülern eine zukunftsoffene Orientierung in der zunehmend globalisierten Welt ermöglichen, die sie im Rahmen lebenslangen Lernens weiter ausbauen können. Dieser Kompetenzerwerb schließt das Wissen über eine zukunftsfähige ökologische, soziale, politische und ökonomische Entwicklung ein und ermöglicht Schülerinnen und Schülern unter dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung Kompetenzen für die erfolgreiche Teilhabe an der Gestaltung ihrer eigenen und der Zukunft der Gesellschaft zu erwerben, um letztendlich Mitverantwortung im globalen Rahmen zu übernehmen.