Basistexte

 

Helmuth Hartmeyer: Globales Lernen – ein pädagogisches Konzept? (2003)

Helmut Hartmeyer geht in seinem Referat auf die zwei wesentlichen Aspekte des Globalen Lernens ein: die Herausforderung „Globales“ durch „Lernen“ zu erfassen. Er bemerkt: „Globales Lernen ist in seinem Kern nicht primär Wissensvermittlung und Wissenszuwachs über Themen, sondern kritische Auseinandersetzung mit Anliegen, Interessen und Erfahrungen.“
Er schildert, wie Lernprozesse ablaufen und was diese für das Globale Lernen bedeuten. Die Frage, was das „Globale“ ausmacht, beantwortet er aber nicht, sondern verweist auf die normative Bedeutung Globalen Lernens wie die Wertevermittlung und Stärkung des Verantwortungsbewusstseins.

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Bernd Overwien: Von der „Dritte-Welt-Pädagogik“ zum Globalen Lernen? (2003)

Bernd Overwien geht in seinem Aufsatz auf die Weiterentwicklung der entwicklungspolitischen Bildung hin zum Globalen Lernen ein. Er beschreibt damit eine wichtige Tradition und den damit verbundenen Anspruch, deutsche und internationale Entwicklungszusammenarbeit kritisch zu hinterfragen. Der Autor geht auf den Stand der Bildungsforschung ein und unterstreicht die positive Entwicklung, dass das Interkulturelle Lernen sich zunehmend stärker globalen Fragen öffnet und somit als Teil des Globalen Lernens gesehen werden kann.

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Klaus Seitz: Die Globalisierung als Herausforderung für Schule, Pädagogik und Bildungspolitik (2001)

Klaus Seitz versteht das Globale Lernen als pädagogische Antwort auf die Globalisierung. Als zentrale Herausforderung für den Unterricht sieht er die „Vermittlung von Nähe und Ferne, von Heimat und Fremde, von Identität und Weltoffenheit“, die sich in „der Epoche der Globalisierung in neuer, verschärfter Form stellt“. Seitz wünscht sich in zwei Bereichen eine vertiefte Auseinandersetzung: In der weltweit zunehmenden wirtschaftlichen und in der gesellschaftlichen Verflechtung. In seinem Vortrag kritisiert er, dass sowohl auf der bildungspolitischen wie auch auf der Unterrichtsebene Globalisierungsprozesse zu wenig wahr genommen und entsprechend in die Praxis implementiert werden. Er plädiert für eine pädagogische Horizonterweiterung und setzt sich dafür ein, dass Globales Lernen nicht eine Weltanschauung vermittelt sondern den Lernenden ermöglicht, sich auf ihre Weise in einer globalisierten Welt zurecht zu finden.

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Jörg-Robert Schreiber: Globales Lernen – was ist das denn? (1995)

Auch dieser Autor versteht, wie Klaus Seitz, Globales Lernen als eine Antwort auf die Globalisierung und damit verbundene Risiken. Er kennzeichnet das Konzept durch vier Grundaspekte:

  • Horizonterweiterung (Weltsicht) und Vernetzung
  • Zukunftsorientierung
  • Orientierung an universellen ethischen Prinzipien
  • Öffnung der Lernformen

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